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Erster Advents Sonntag: Leben mit einer Intensität des Weltendes

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Erster Advents Sonntag Dzember 3, 2006

Jeremiah 33:14-16 Psalm 25:1-10 1 Thess. 3:9-13 Luke 21:25-36

Leben Mit einer Intensität des Weltendes

Wieder einmal durch Gottes Gnade sind wir am Anfang eines neues Glaubens-Jahres, ich will nicht “Kirchenjahres” sagen, denn mehr steckt dahinter. Daher wird’s gemessen nicht wie die gewöhnliche Zeit, sondern die Zeit bevor der Herr kommt, die Zeit des kommenden Menchensohnes.

Wenn die Sonne aufgeht und wieder untergeht, dann sagen wir, das war ein Tag. Aber der Tag des Herrn ist anders und kann nicht mit Sonne, Mond, und Sternen gemessen werden.

Wann wird Jesus zu uns zurück kommen und wann wird die Gerechtigkeit in der Morgenröte anbrechen?

Während des Tages sind wir einigermassen wach und dann schlafen wir während der Nacht. Aber durch diese Regelmässigkeit kommt’s, dass wir durch die gewöhnliche Zeit einschlafen, obwohl wir glauben dass wir wach sind.

Wie können wir wach werden, beten, und stark werden um den kommenden, schrecklichen Geschehnissen zu entfliehen, bevor der Menschensohn kommt am Tage des Herrn?

Manchmal sind Leute zu allem Möglichen fähig. Sag mal wenn eine Kirche niederbrennt, dann engagiert sich die ganze Gemeinde sondergleichen und in der inbrünstigen Zusammenarbeit geschehen unglaubliche Wunder als die Kirche neu gebaut wird. Was für eine ausgezeichnete Zeit! Aber wie tragisch für eine Gemeinde wo ihre Kirche nicht niedergebrannt ist und keiner zeigt irgendwelch einen Glaubensmut, alle schlafen getrost beisammen, keiner ist engagiert, und keine Wunder der Liebe Gottes, welche aus Gottes Wort volbracht werden, geschehen. Eigentlich ist die Lage solch einer Kirche schlechter als die wo die Kirche niedergebrannt ist, denn die fast volle Gerechtigkeit des miteinander Lebens von Christi ist am Tage gekommen in die eine Kirche, aber alles blieb im gewöhnlichen Alltags-schlaf in der anderen, d. h., wirklich, eigentlich ist überhaupt keine Kirche bei den anderen da.

Wie kommen wir zum aufwachen, beten, stark werden um den schrecklichen Geschehnissen zu entfliehen, bevor dem Kommen des Mennschensohnes und der Tag des Herrn?

Mit meiner Frau, Nora, auf einem Spaziergang von zwei bis drei Stunden, mit viel Muskelkater danach, besuchten wir ausversehens ein Museum in einem Parkplatz. Es hiess “Rosie the Riveter”, “Rosie die Fesselnieterin” – verdolmetcht. Sie hat die Nieten in den Schiffen zusammengeschweisst, denn dort war im Zweiten Weltkrieg eine riesen Schiffbau Anlage, wo etwa 80,000 Frauen und 30,000 Schwarze die Schiffe für den Krieg bauten, die Männer, die fast alle als Soldaten draussen kämpften, zu unterstützen. Es gab auch solch Anlagen in den Süd Staaten, wo auch Kinder mitarbeiteten während des Krieges.

Nach dem Krieg ist das alles wieder eingeschlafen. Die Soldaten kamen zurück, übernahmen die Werkstätte der Frauen und der meisten Schwarzen, und es ging dann weiter fast wie beim alten. Frauen in die Küche bei den Kindern und im Schlafzimmer dazusein für den Mann; Schwarze in die Arbeitslosigkeit.

Warum braucht es ein Krieg zu sein? Warum können wir uns nicht für die Liebe und Gerechtigkeit Gottes so engagieren? Warum erwachen wir nicht vor dem Tage des Herrn, bevor die Nacht kommmt, worin kein Mensch arbeiten kann oder irgend-etwas tun kann?

Nehmen wir das Beispiel von 9-11 und die so-genannten andere Welt die danach entstanden ist. Wir sind echt anders geworden, ja, tatsächlich: das Schlechte in unseren Herzen hat sich wieder einmal gezeigt. Obwohl wir grosse Angst haben, dass nochmals so etwas passieren könnte, getrost schlafen wir wieder ein, als ob andere für uns sorgen werden, aber diejenigen schlafen auch ein, weil sie denken dass wir für sie sorgen werden und keiner hat Umschau, keiner ist wach.

Wir leben darauf hin: jeder ist sich selbst der Nächste, jeder ist sich selbst genug und schreckliche Sachen geschehen unter uns: JFK, der Präsident wurde erschossen, dann sein Bruder, Robert Kennedy, dann ein Prophet unter uns, Martin Luther King, Jr., und wie viele Lichter, die wir garnicht kennen, mehr. Schau mal wie viele in unseren Grossstädten tagtäglich ermordet werden. Jetzt gewöhnen wir uns daran dass zehn bis zwantzig Menschen auf einmal umgebracht werden und manchmal sind Kinder die Attentäter.

Wenn wir dann andere Länder beschauen und wie wir und andere dort hausen, dann können wir echt schaudern. Mit Iraq fang ich garnicht an. Aber es gibt Massen-Mord in Dafur, im Kongo, und wer kann Rawanda und Bosnia vergessen? Wir haben jetzt ein Weihnachts Tsunami erlebt und die Grossstadt, New Orleans, ist im Orkan Katrina untergegangen. Wir versuchen jetzt die Stadt wieder aufleben zu lassen.

Wir wollen Jesus Worte hören: “Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebet eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.”

Daher beten wir, dass Gott zu uns kommt, dass der Sohn Gottes, seine Sonne der Gerechtigkeit, aufgeht, und wir fangen an wach zu leben mit guten Werken zu walten, weil das Reich Gottes mit ihm kommt, in einer Zeit die nicht von Sonne, Mond, und Sternen gerechnet sein kann, sondern von der Geburt eines Königs und seinem kommenden Reich und unsere neue Geburt und unser Eingang darin zugleich. Daher heisst es, wach werden für die Zusammenarbeit in der Errettung, denn wir sehen wie die alte Welt, ausserhalb des Herrn Tages schrecklich vergeht.

“So seid alle Zeit wach,” heisst es, “und betet, dass ihr stark werdet zu entfliehen all diesem was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn” (Lukas 21:36).

Man sagt oft dass Jesus hier unrecht gehabt hat als er sagte, “Dieses Geschlecht wird nicht vergehen bis alles geschieht” (21:32). Aber in dem Jahr 70, knapp 37 Jahre später, wurden Jerusalem und Israel vertilgt für fast zwei Tausend Jahre. Die Welt für die Juden ist damals tatsächlich zu Ende gekommen, und ein neues Reich Gottes steht auf dem Plan und wächst, aber wir sind zu schläfrig und Christlich ungezogen weiter zu kommen.

Viele Jahre war ich ein Assistant von Prof. Robert Goeser. Der pflegte zu sagen – “Wir wollen Leben mit einer Weltendenden Intensität.” Dabei meinte er, dass das gewöhnliche, tragische Jahr zu Ende gekommen ist und der Tag des Herrn ist nahe herbeigekommen.

Ja, lasst uns den Schlaf aus unsere Augen reiben, das Ungute aus unseren Herzen tilgen, und mit der überwältigenden Liebe Gottes, dem Tag des Herrn entgegen treten, denn wir wollen mit Weltendender Intensität vor dem Herrn leben.

Vertraut [des Herrn] Wegen

und wandert in die Zeit!

Gott will dass Ihr ein Segen

Für seine Erde seid.

Der uns in frühen Zeiten

Das Leben eingehaucht,

Der wird uns dahin leiten

Wo er uns will und braucht.[1]

Amen.


[1] Kirchliches Monatsblatt, die Weihnachts Ausgabe, Dez. 2006/ Jan. 2007, 64. Jahr, Nr. 1 und 2, Medicine Hat, AB, Canada.

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Written by peterkrey

February 28, 2007 at 3:32 pm

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