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Der Sonntag nach Himmelfahrt: Exaudi. May 20th 2007 zu Alt Zion Philadelphia

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Der Sonntag nach Himmelfahrt: Exaudi. May 20th 2007

Apostelgeschichte 16:16-34 Psalm 97 Offenbarrung 22:12-14,16-17, 20-21 Johannes 7:20-26

Jünger(e) Geschichte Alt Zions

Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, merken wir was für ein tolles Abenteuer die Nachfolge Christi ist. Wenn Verfasser über Bösewichte schreiben, können sie mit Paar Strichen interressante Charaktere vorführen. Aber wenn sie versuchen gute Charaktere zu mahlen, fehlt uns sehr bald die Interresse. Wir glauben meist dass das gute Leben, das christliche Leben langweilig ist. Aber wenn mann das Böse mit ausgelassenen Herz leben könnte, dann wäre unser Leben interressant. So denken wir oft.

Das stimmt aber nicht. Diese algemein-gehaltene Vortäuschung ist eine Luftspiegelung, eine Fata Morgana. Wenn man zur Oase des Teufels, des Bösen ankommt, ist es arg, banal, und langweilig. Das tapfer gelebte leben in Christus ist abenteuerlich und höchst interressant. Wenn in der Literatur man behauptet dass gute Charaktere nie glaubwürdig verfasst geworden sind, dann haben sie nie die Bibel gelesen und das Leben von Petrus, Paulus, um garnicht von Jesus Christus zu sprechen, mit Aufmerksamkeit verfolgt.

Das tapfere Glaubens-Leben von Paulus und Silas hier in unserer Apostelgeschichte-Lesung geschildert, gibt genügend Beweiss für meine Worte. Die Sklavin mit dem wahrsagenden Geist hat Paulus und Silas tagelang gefolgt und was sie sagte war gewiss wahr, aber sie sagte diese Worte um das Evangelium zu vertreiben. Sie hat es genau so gemacht wie die Bessessene die Christus zuerst erkannt und bezeugt haben, aber dann mit unsauberen Geistern ein Aufhebens davon gemacht. Sie haben die Wahrheit gesprochen, öfters mehr geschriehen, aber um die frohe Botschaft zu vertreiben. Daher, wie bei Jesus, als Paulus diese Störung nicht länger dulden konnte, begegnete er sie mit dem Hl. Geist und mit dem namen Jesus Christus, trieb er ihren wahrsagenden Geist aus.

Nun, wir können leicht unsaubere Geister haben und wie die Händler der Sklavin, Gewin vom Evangelium, das Geld dass wir dabei verdienen Hauptsache machen, anstatt dass wir vollkommen in der Wahrheit leben und wirken.

Wie die Unterhaltung von einem Kinde und seinem Vater als sie an einer Kirche vorbei kommen:

„Guck mal, Papa. Da wohnt Gott.“

„Nein, mein Kind,“ antwortet der Vater. „Da hat er nur sein Geschäft.“

Der Wahrsagende Geist war ein gutes Geschäft und Paulus hat es für die Herren der Sklavin verfuscht. Nun musste bezahlt werden. Obwohl Paulus die Römische Bürgerschaft hatte, wurde er ohne seine dadurch zu ihm kommenden bezügliche Rechte, angeklagt; dann mit Stöcker geschlagen, und für aufrührerisch von den Stadtrichtern beschleunigst verurteilt.

Da sassen sie jetzt alle im Gefängnis und obwohl sie von Stöckern geschlagen waren und bestimmt schwere Schmerzen erdulden mussten, ihre Füsse im Block verschlossen vom Vorseher des Gefängnisses dazu, haben sie angefangen zu beten und zu singen. Vielleicht haben sie auch das Christus Lied aus dem Philipperbrief gesungen: „Ein jeder sei gesinnt wie Jesus Christus auch war“ und wir singen weitere Worte aus diesem Lied:

Jesus Christus herrscht als König, alles ist ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuss.

Alle Zungen soll’n bekennen. Jesus sei der Herr zu nennen. Den man Ehre geben muss.

Nun, die andrere Gefangene haben niemals so etwas gehört und erlebt. Im Hl. Geist haben diese gefolterten Menschen sich in ihrem Leiden gefreut. Wie Paulus schreibt, „Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide“ (Kolosser 1:24).

Das neue Leben, dass wir von Christus erhalten, ist mächtig und sieghaft. Unser Christus-Leben überwindet Leiden, Krankheit, Schläge, Sterben, Angst und Pein; solche Hindernisse können nicht vor dem Leben der almächtigen Liebe und Hoffnung bestehen. Tapfer kämpft der Hl. Geist sich durch.

Wenn wir die Geschichte weiter betrachten, dann ist der Erdbeben kein Wunder, noch dass er die verschlossene Türe öffnete und die Schackeln dazu. Das eigentliche Wunder war die totale Liebe die im Hl. Geist vorhanden war.

Der Vorseher hätte die Gefangene ohne weiteres getötet, aber als er merkte dass die Türe offen waren und seine Todesstrafe direkt im Gesicht anschaute, wollte er sich gleich umbringen. Paulus schrie laut, „Tue dir nichts an. Denn wir sind alle hier!“

Paulus war vom Erdbeben befreit geworden, wie er die Sklavin vom unsauberen Geist befreit hatte. Mit solcher Freiheit, hätten wir gedacht, dass sie alle das Gefängnis fliehen würden. Dass wäre Freiheit, nicht wahr? Sie haben aber schon die Freiheit der Kinder Gottes gehabt, weil Christus ihr Herr war, und die algemeine Liebe alle mit eingeschlossen hatte, auch der Vorseher. Die christliche Freiheit besteht in der Liebe die vom Hl. Geist das Leben zu opfern willig ist, um alle in das neue Christus-Leben, das tapfere Glaubens-Leben, hinein zu bringen.

Diese Freiheit ist am besten durch die Taufe bezeichnet. Es gibt kein anderer Weg als hindurch! Und daher hat der Vorseher gefragt, „Was muss ich tun dass ich gerettet werde?“ Der Hl. Geist wusste wohl warum er Paulus und Silas nach Mazedonien gerufen hatte. Er hatte nicht nur Lydias Herz vorbereitet, sondern durch diese Erlebnisse, auch das Herz des Vorsehers. Denn dann wusch er ihnen die Striemen, die Wunden; liess sich und sein ganzes Haus taufen, und führte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und sie freuten sich dass sie zum Glauben an Gott gekommen sind. Welch ein Wunder! Wie Phenomenal!

Nun, letzten Sonntag haben wir Rogate gehabt, d.h., „Betet!“ Und im heutigen Evangelium betet Jesus Christus für uns. Denn durch die Worte Jesu Jünger, wie Paulus, sind wir Gläubig geworden. Meine Gebete sind schwach, nicht wahr? Aber Jesus Christus selbst betet für uns! Exaudi, der Namen unseres heutigen Sonntags, bedeutet, „Erhöre uns!“ Und getrost können wir uns darauf verlassen dass Gott das Gebet Jesus für uns erhört. Gott erhört Jesus und sein Gebet ist dass wir eins werden.

Er betet dass wir eins werden mit Paulus und Silas und Lydia und dem Vorseher und auch unseren Durchbruch erleben in das Leben der frohen Botschaft, wo der Vater im Sohn und der Sohn in uns, und die Liebe des Vaters für seinen Sohn auch zu uns kommt.

Natürlich können wir das nicht von selbst. Unserseits ist solch einen Sieg unmöglich. Aber durch den Hl. Geist können wir nicht verfehlen. Wir können nur, wenn wir in jenem Augenblick genug Zeit haben, unserem Atmen halten, denn auf einmal, hat der Hl. Geist uns schon ins neue Leben versetzt. Dann gibt es Abenteuer hier in Alt Zion, in einem Glaubens-Leben, das nicht zu glauben ist. Amen.

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Written by peterkrey

May 21, 2007 at 4:11 am

Posted in In German

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