peter krey's web site

scholarship, sermons, songs, poems, weblog writing on Wordpress.com

Der Sonntag nach Trinitatis Die Lutherische Kirche Alt Zion den 10. Juni, 2007

leave a comment »

Der Sonntag nach Trinitatis Die Lutherische Kirche Alt Zion

10. Juni, 2007

1 Könige 17:17-24 Psalm 30  Galater 1: 11-245 Lukas 7:11-17

 

     Lasst uns beten: Herr, tue meine Lippen auf dass mein Mund deinen Ruhm verkündige. Dein Wort, O Herr, ist die Wahrheit, denn du hast deinen Sohn, Jesus Christus, von den Toten auferweckt und durch deinen lieben Sohn gibst du uns den Sieg über Sünde, Tod, und Teufel.

Herr, verleihe uns hier in Alt Zion die Kraft des neuen Lebens, denn der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern du, Herre-Gott, hast das letzte Wort, das erste Wort dazu, und das ewige Wort. Lasst uns stets in deinem Wort wandeln und bleiben, denn dein Wort wehret in Ewigkeit. Verbum Dei manet in aeternum. Amen.

 

     Frauen hatten es viel schwieriger damals in der Zeit des Neuen und Alten Testaments. Selbst hatten sie keine Rechte. Nur durch einen Mann konnten sie verhandeln, Eigentum haben, Besitz nehmen. Ohne einen Mann konnte sie sich kaum am Leben halten. Eine Witwe zu werden war daher ein grosser Schlag und wenn die Witwe dazu ihren einzigen Sohn verlor, war das kommende Unglück nicht zu begreifen.

     Die Geschichte von Ruth und Noomi ist von dieser Hinsicht her sehr beliebt, denn der Mann Noomis ist gestorben und auch dessen der Ruth und der Orpa. Orpa ging zurück nach Moabite, aber die Ruth, die Moabiterin, hat die alte Noomi nicht verlassen und danach mit der Liebe hat sie Boas erobert und dadurch wieder Versorgung, Familie, und Glück für Noomi und für sich selbst gewonnen.

     Daher als Jesus, seine Jünger, und eine grosse Menge Volks, in die Stadt Nain kamen und Jesus die Witwe hinter der Totenbarre ihres einzigen Sohns sah, jammerte sie ihn. „Sie jammerte ihn.“ Das Wort esplanchthisne auf Griechisch, bedeutet ein Gefühl dass sehr tief in die Seele hinein dringt. Gefühle sind immer mit dem Leib oder Körper verbunden. Im deutschen Sprachraum sind meistens Herzensgefühle am tiefsten. Auf Englisch würden mann hier tiefer von einem „gutt-level or gutt-wrenching feeling sprechen. Die Schrift will sagen dass das Mitleid aus dem sich bewegenden Gedärmen Christi heraufstieg, so stark hat er die Trauer und Verlust der Witwe mitgefühlt. Bei einer Frau kann es sein, dass solche starken Gefühle aus der Gebährmutter heraufsteigen. Da bin ich mir nicht sicher. Als Jesus den Lazarus von den Toten auferweckte, sagt es auf Deutsch, „Jesus ergrimmte im Geist und wurde sehr betrübt.“ Aus diesem Gefühl rief er Lazarus zurück ins Leben. Meine Sprach Fähigkeit reicht nur zu sagen, Jesus wurde von Mitleid und Barherzigkeit tief bewegt, aber dieser Ausdruck reicht auch kaum.

     Man kann auch sehen dass Jesus keinen Alleingänger oder Mönch war. Weil er neues Leben und unglaubliche Menschen Liebe darstellte, wollten Viele immer um ihn herum sein. Und wie ein einziges Musik Instrument einsam und allein ist, so aus vielen Instrumente zusammen beseht eine Symphonie, und von den anderen Instrumenten gegenseitig herausgefordert, kommt viel reichere Musik, jetzt aus einem Instrument. Jesus war in Menschen verliebt und in der Einigkeit mit ihm entstand eine Begegnung mit tieferen Gefühlen und Geistes Kräften. Nun letzten Endes ist die göttliche Macht über Leben und Tod unerklärbar.

     Nun ging Jesus direkt auf die Witwe hinzu und sagt, „Weine nicht!“ Dann trat er zur Totenbarre und berührte den Sarg und die Träger blieben stehen. Jesus sprach, „Jüngling, ich sage dir, stehe auf!“ Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Er muss etwas redselig gewesen sein.

     Das Wort Gottes hat daher die Kraft vom Tode uns aufzuerwecken. Das Wort Gottes beweist sich als die Wahrheit in dem es die Kraft verleiht das Tote lebendig zu machen. Daher beten wir den Auferstandenen Christus an, und loben und preisen seinen Namen.

     Bei Elia, der Tischbiter und bei der Witwe zu Zarpat, weil sie sich mehr zeigen und besser beschrieben sind, können wir sie etwas näher erkennen. Die Witwe zu Zarpat hat Elia durch die lange Durre versort und Obdach gegeben, nur aber augenscheinlich, denn des Glaubens wegen des Mann Gottes, blieb das Mehl im Topf nicht verzehrt und der Krug mangelte kein Öl, bis auf den Tag an dem der Herr es wieder regnen liess auf Erden. Kann man solches noch glauben wenn man heutzutage einen Pfarrer bezahlt?

Unser Glaube wird aber immer geprüft.  Plötzlich wurde ihr Sohn krank und starb. Sie wirft Elia vor: „Was hab ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, dass meiner Sünde gedacht und mein Sohn getötet würde.“ Sie hat Elia die Schuld dafür gegeben, denn im Licht des Heiligen wird die Sünde mehr sichtbar. Daher versteckt sich die Sünde immer im Dunkeln. Weil der Herre Gott voll Licht ist, befinden wir uns nakt in unserer Sünde. Aber der Barmherzige Gott richtet uns dann nicht, sondern vergibt uns und überwindet unsere Sünde.

Jetzt nimmt der Elia den Sohn aus ihrem Schoss und geht hoch zu seinem Quartier im Obergemach, wo er wohnte, legte ihren Sohn auf sein Bett und rief den Herrn an, „Herr mein Gott, tust du sogar der Witwe, bei der ich ein Gast bin, so Böses an, dass du ihren Sohn tötest?“

Die Witwe gab Elia die Schuld. Elia gab Gott die Schuld. Aber bei Schuldsprechung und suchen blieb es nicht bei Elia. Er hoffte in der barmherzigen Liebe seines Herrn. Sein Gebet ist zur gleichen Zeit eine Wiederbelebung des Jungen. Er legt sich dreimal auf das Kind und rief den Herrn an, „Herr, mein Gott, lass sein Leben in dieses Kind zurück kehren.“ Und Gott hat das Gebet Elia erhört, und das leben kehrte in das Kind zurück und es wurde wieder lebendig.

Elia brachte das Kind vom Obergemach ins Haus und gab’s seiner Mutter und sprach, „Siehe da, dein Sohn lebt.“

 Da jauchste die Witwe zu Zarpat: „Nun erkenne ich dass du ein Mann Gottes bist und des Herrn Wort in deinem Munde ist die Wahrheit.“

Es gibt viele Beweise der Existenz Gottes und Immanuel Kant sagte dass er alle vernichtet hat um Platz für den Glauben zu machen. So ungefähr lauten seine Worte. Allein auf unseren Glauben, gibt’s zu bauen.

Gott-sein bedeutet den Tod in almacht mit dem Leben zu überwinden, denn Gott der Vater war genau so verlegen wie die Witwen von Nain und Zarpat, denn er hat seinen eingeborenen Sohn in den Tod gegeben und ihn wieder von den Toten auferweckt. Daher kommt unser Leben nicht im Tode zu Ende, sondern Gott zieht uns durch den Tod ins ewige Leben hinein. Daher glauben wir an Jesus Christus selbst als der Auferstandene, der nicht nur die Söhne der zwei Witwen und Lazarus dazu, zurück ins Leben gerufen hat, sondern ruft auch uns durch den Glauben in sein tot-überwindendes leben, voll Licht, voll Vergebung, und voll von der tief bewegte und bewegende Liebe Gottes.

Nun wie die Söhne hier für die Mütter und nicht für sich selbst zurück ins Leben gerufen wurden sind, so auch wir. Wir erhalten das neue Leben nicht für uns selbst, sondern für unsere verlorene Mitmenschen, für welchen Gott eine tief bewegte Liebe hat, die nicht nur mit dem Kopf zu tun hat, sondern noch tiefer als unsere Herzen geht, denn der unerschöpfliche Vater, Sohn, und Hl. Geist liebt uns aus seiner ganzen Dreifaltigkeit und öffnet uns sein Himmelreich, voll Leben, Vergebung, und Liebe für uns, die die wir an ihm glauben und in tiefer Dankbarkeit seine Macht der Liebe anbeten. Amen.

Advertisements

Written by peterkrey

June 18, 2007 at 5:38 pm

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: