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14. Sonntag nach Trinitatis, 9. Sept. 2007 zu Alt Zion, Philadedlphia

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14. Sonntag nach Trinitatis, 9. Sept. 20075

Mose 30:15-20 Psalm 1 Philemon 1-21 Lukas 14: 25-33

Wenn ich mein Kreuz Wählen Könnte

Meine Mutter hat öfters eine Geschichte erzählt wo einer sich bei Christus beklagt hat.

„Mein Kreuz ist zu schwer! Und auf jeden Fall, will ich ein anderes Kreuz tragen.“

Im Traum hat Christus ihm in einen grossen Saal geführt wo alle Arten von Kreuzen herum standen und er durfte alle versuchen, bis er endlich eins gewählt hat.

„Dieser gefällt mir.“

Nun als er aus den Saal heraus kam, merkte er, dass er sein eigenes Kreuz wieder gewählt hat. Was zu tun? Er hat gesehen das sein Kreuz ihn passte und daher warum sein Kreuz nicht fröhlich tragen?

Es gibt manche Schein-heilige die tragen ein schweres holzernes Kreuz viele Meilen, bis Blut aus ihren Schultern spritz. Sie hören Gottes Wort, „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lukas 14:27). Aber wo zwei dasselbe (äusserlich) tun, ist es nicht dasselbe. Denn Dieser hat sein Kreuz selbst gewählt, hat es selbst auf seine Schulter gelegt, aber die Römer haben das Kreuz auf Jesu Schultern gelegen. Der Vorige hat Werk-Gerechtigkeit geübt, weil Jesus sein Leben aus reiner Liebe für uns dahin gegeben hat.

Meistens verbinde ich das Kreuz mit Leiden um das Glauben an Christi willen. Paulus sagt, „Ich freue mich in den Leiden, die ich für euch leide“ (Kol. 1:24). Daher wollen wir uns im Leiden freuen und fröhlich das Kreuz tragen in der Nachfolge Jesu, d.h., nicht mit Nachahmung, sondern für das Himmelreich fröhlich leiden, für die Gerechtigkeit.

Jesus sagt, „Seid fröhlich und getrost [wenn ihr um der Gerechtigkeit willen verfolgt werdet (Mat 5:10)], es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn eben so haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind“ Mat 5:12).

Nun wie können wir die Bedeutung vom Kreuz verstehen? Das Kreuz bedeutete die Verfolgung in Betracht zu nehmen für den Widerstand damals gegen das brutale und ungerechte Kaiserreich von Rom. Das Himmelreich konnte überhaubt nicht mit dem Römischen Reich verglichen werden. Wenn jemand Widerstand leistete, dann haben die Römer immer gleich von Gewalt gedacht und konnten nicht Gewaltäter von die Friedfertigen unterscheiden, die mit der Liebe, d.h., Glauben und Liebe, Herzen und Sinne verändern wollten.

Als Jesus das Himmelreich predigte, fühlten sich die Herodianer und Römer gefährdet, sie hätten aber keine Angst haben brauchen. Doch verwechseln wir oft einen inneren mit einem äusserlichen Kampf. Zum Beispiel, weil jemand seine Sexualität unsicher ist, verprügelt er ein Homosexualer.

Und im kollectiven Bereich ist es auch viel mehr schwierig. Die Römer brauchten keine Angst zu haben im irdischen Sinn, doch eine innere Veränderung wäre stattgefunden sondergleichen, hätten die Römer den Jesus als Christus anstatt den Kaiser als Heiland angenommen. (Im Rom hat man den Kaiser angebetet.) Mit Christus, hätte das Reich eine Taufe erfahren, wär entfort auf Leben gegründet gewesen an statt auf Krieg, Blutvergiessen, und brutale, militärische Eroberung andere Völker. Das Reich so getauft hätte eine christliche Seele erhalten, und Gottes Gnade wäre vom Rom ausgegangen, wie die Römisch Catholische Kirche auch heute noch nicht dazu fähig ist. (Ich spreche garnicht vom Kaiser Konstantin, der Christus nicht verstanden hat, denn sein Reich setzte sich fort so grausam wie zuvor.)

Halt, das sind echt himmlische Möglichkeiten, wozu die Welt kaum gewachsen ist, daher taufen wir Einzelne, leisten Widerstand in Kleinigkeiten, bauen eine Kirche, und predigien weiter vom Himmelreich, worin Jesus als König herrscht, aber wir glauben gar nicht das sein Reich zu uns kommen wird.

Wenn wir Christi Reich ernst nehmen, dann erfahren wir schnell das Kreuz. Dann merken wir direkt wie Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und unser Selbst dazu, gegen an protestieren und versuchen uns gar davon zu bringen. Unsere Ohren hören, „Bist du nicht recht bei trost?“

Schaue nach, Jesu Familie hat ihn für Verückt gehalten. Leute sagten das er einen unreinen Geist hatte, im 3. Kapitel Sankt Markus, und seine Mutter und Brüder standen drausen, schickten zu ihm und liesen ihn rufen. Und das Volk um ihn sagte, „Deine Mutter und Brüder und deine Schwestern draussen fragen nach dir“. Jesus antwortete, „Wer ist meine Mutter und meine Brüder… Wer Gottes willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter“ (3:30,31,35).

Wenn wir das Kreuz echt verstehen, dann schaut uns die Angst direkt ins Gesicht. In solch einer Verfolgung könnten wir alles verlieren, nicht nur unsere Arbeit, sondern auch Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, wie wir in „Ein Feste Burg“ mit wenig Besinnung singen. Wir könnten halt unser Leben verlieren. „Wenn wir nicht für etwas sterben würden, dann haben wir auch nichts wofür wir leben,“ sagte der Martin Luther King, Jr. Daher müssen wir die Kosten Christi Nachfolge nüchtern ausrechnen.

Für die Leute damals hat es bedeutet ein Kreuz auf die Schultern gelegt, es eine Entfernung zu tragen, und dann so gefoltert und genagelt am Kreuz zu sterben.

Wie kann man solch Angst bewähltigen? Solch Qual im Gesicht anschauen, solch Sterben nicht entfliehen wollen? Ich glaube ich würde so schnell davon laufen wie meine Beine mir helfen könnten. Wenn das die echte Taufe ist, dann hätte ich auch wieder die Beschneidung gewählt, wie die Juden Christen sie bei den Paulus Gemeinden wieder einführen wollten.

Nun, wir können ruhig und getrost hier in Freiheit unser Kreuz tragen, hier wo viel geduldet wird. Wir können das Reich Gottes predigen und auch mit ernst. Der William Penn hatte dieselbe Hoffnungen. Wir könnten aber ein bösen Nerf treffen, und dann muss man mit dem Kreuz rechnen. Nur vor Paar Monate, hat ein Pfarrer gegen die Drugenhändler gearbeitet und musste schleunigst Philadelphia verlassen.

Ich hab mein Freund, Tschenu Farasani, der im Süd Afrika gefoltert wurde, gefragt, wie er die Folter eigentlich ausgehalten hat. Er hat mir erzählt, dass Christus gekommen ist und die Folterschmerzen für ihn getragen hat als er immer wieder ohnmächtig wurde.

Wenn wir im Glauben aufwachsen und Christi Nachfolger werden, dann kann unsere Familie und auch unsere Gemeinde uns nicht aufhalten, denn in der Gnade Gottes wachsen wir von einer Reife zur Nächsten. Sie zu überholen ist oft nicht sehr schwer weil ihr Gangschalter manchmal nur Rückwärts hat.

Durch Christus und seiner Taufe stehen wir auf jenseits unseres Todes, jenseits unserer Furcht des Todes, durch Liebe getrieben. Terroristen gehen jenseits der Furcht des Todes durch Hass getrieben und daher richten sie so viel Unheil und vernichten so viel Leben. Aber jenseits unsere Taufe durch Liebe getrieben, bringen wir die Fülle des Lebens für Viele, Kranke werden geheilt, gute Werke der Liebe verbreiten sich unter uns, weil wir schon mit Christus gestorben sind, und unser Testament, ein neues Testament, steht Gottes Wille zur Verfügung. Nicht gerade so wie der kleine Helmsley Hund zwölf Millionen dollar bekam. Der Hund sollte echt „Trouble“ heissen! – Meine Mutter hat immer „Trubel“ gesagt anstatt „Schwierigkeiten“. Mit unser Erbe sollen wir Gottes Willen und Nächsten Liebe fördern.

Nun, wir alle sterben so oder so. Die Frage besteht, welch Zeugnis haben wir für Christus und sein Reich ablegegt? Gnädiglich kann die Taufe von Jesus Christus uns durch die Auferstehung jenseits des Schatten des Todes bringen, welcher Schatten die Furcht des Sterbens ist. Christus kann uns durch seine Taufe jenseits unserer Furcht bringen durch seine fröhliche Liebe getrieben. Wir wollen uns freuen am Leiden für das Himmelreich unter uns gelitten, denn dadurch bei uns geht auf die Sonne der Gerechtigkeit. Da wird ein richtiges neues Land sich auftun, und am Strand, am Ufer des neuen Landes, werden die Engel uns fragen, wie damals die Amerikaner meinen Vater immer wieder gefragt haben als er von Deutschland ankam, „How do you like this country“. Ja, wenn wir unser Herz im Himmelreich verlieren, haben wir’s echt wieder gefunden. Amen.

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Written by peterkrey

September 12, 2007 at 1:06 am

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