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Ansprache für die Bestattung von Frau Elsa Haack am 2. September, 1974, die Sanct Annen Kirche zu Dahlem

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Liebe Verwandte und Freunde der Verstorbene,

Wir versammeln uns Heute morgen weil Frau Elsa Haack von hinnen gegangen ist in die Ewigkeit. Wir wollen uns zusammen setzten hier öffentlich, um uns mit ihren Tod selbst zurecht zu finden. So gesagt ist unser Ziel zu hoch gesteckt, aber wir möchten doch von ihr Abschied nehmen, wissend dass für uns sterblichen Menschen es ein endgültiger Abschied sein muss. Wir hoffen auf Gott, der Diesseits und Jenseits der harten Todes Grenze waltet, und wollen ihn auch in dieser Stunde danken für seine Gnade, denn unser Leben bekommen wir aus seiner Hand, und ihm sind wir gehörig, und auch nach dem Tode nicht verloren. Daher wollen wir auch ein Wort betrachten, ein Gottes Wort.

Aus Römer 14 7 ff. lautet unser Text :

Denn unser keiner lebt sich selber,

und keiner stirbt sich selber.

Leben wir so leben wir dem Herrn;

sterben wir so sterben wir dem Herrn.

Darum wir leben oder sterben,

so sind wir des Herrn.

Denn dazu ist Christus gestorben

und wieder lebendig geworden,

dass er über Tote und Lebendige Herr sei. (14.7-9)

Was sagt dieser Text? Obwohl wir uns das Gegenteil hier auf Erden vortäuschen, keiner lebt sich selber und keiner stirbt sich selber. Aus der Liebe Gottes leben wir. Unser Leben und Dasein sind in sein ewiges Dasein gepflanzt. Und darin können wir Trost finden. Denn im Sterben sehen wir wie wir selbst verfallen und vergessen oft dass unser Leben eigentlich nicht aus uns selbst kommt, sondern aus Gott.

Wir leben und sterben auf dem Herrn hinzu. Er ist unser Ziel. Er ist Endpunkt, aber darin auch unser Anfang: unser A und O, und von ihn wissen wir, dass Er ein grosser Erlöser und Befreier ist.

Der Tod kann diese Glaubens-Tatsache nicht verändern. der Tod als letzter Feind ist besiegt und gefangen genommen worden und muss jetzt den Fürst des Lebens dienen. Wenn wir manchmal sagen, ihr Tod hat für sie eine Erlösung bedeutet, dann meinen wir dass ihr Herrn Jesus Christus sie erlöst hat. Der Tod von selbst ist ein Greuel und kann uns nicht erlösen. Denn wir wissen dass wir die Ewigkeit gehören und der Tod wiederspricht diese Glaubens-Tatsache – in solch einer lauten Stimme hier auf Erden, dass wir Angst haben es zu glauben. Darum wir leben oder wir sterben gehören wir dem Herrn der Ewigkeit, Diesseits und Jenseits dieser harten Grenze.

Wenn wir versuchen diese ewige Seite in uns zu leugnen, dann versuchen wir nur Teilweise zu sein wer wir sind. Realistisch wird man. Es gibt eine infantile Art wo wir nicht unser eigenem Sterben und daher begrenzte Existenz akzeptieren können.[1] Es gibt auch eine primitive Art wo wir unsere Veränderung und die Veränderung unsere Verhältnisse in den Jenseits hineinschieben, ohne unser Diesseits ernst zu nehmen. Aber so realistisch wie man sein kann, beseht unserer Verwandsschaft mit dem ewigen Gott, der Vater unsers Herrn Jesus Christus.

Wir können getrost in diesem Rahmen die sterbliche Elsa Haack gedenken….Und jetzt hat der dunkele Engel nicht seine Vorzeichen geschickt, sondern er selbst ist gekommen und hat sie von den Menschenkindern weggerissen.

Aber dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden um Herr über die Toten und die Lebendigen zu sein. Vor seiner gewaltigen Liebe, uns am Kreuz bewiesen, kann der grausamer Tod nicht Stand halten. Er kann uns nur unsere Grenzen mitteilen um uns realistisch zu machen und dadurch fähiger machen aus Gott zu leben, und nicht aus uns selbst. Daher können wir getrost sein und auf die Lebensfülle bei unseren Herrn hoffen. Nicht nur für Elsa Haack, dessen Sarg Heute vor uns steht, sondern auch für uns selbst, die wir solch Liebe brauchen um die schmerzhafte Grenzen, die wir ausgesetzt sind, akzeptieren zu können.

[1] Manchmal möchte man am Ostern sagen, ihr kommt zur Kirche um vom ewigen Leben zu hören, wie eine gewisse religiöse Lebensversicherung.  Das ist nicht hier zu bekommen. Leute die ihr eigenes Leben und Sterben nicht ernst nehmen und Gott auch nicht, wollen infantil glauben, dass sie immer und ewig leben werden. Doch werden wir all sterben. Wir haben Tage, Stunden, Wochen, Manate, Jahren. Die die das nicht wahr haben wollen, wollen eigentlich Gott sein. Sie wollen nicht Gott gegenüber stehen in der schmerzhaften Unterschied zwischen sich selbst und Gott, zwischen Menschen und Gott, der Unsterbliche. Sie wollen eigentlich aus sich selbst leben.

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Written by peterkrey

August 11, 2009 at 5:05 pm

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