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Archive for the ‘German Christmas Carols’ Category

Wie Wird Dann die Stube Glänzen, Weihnachtspredigt von 2013

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Advents- und Weihnachtsgottesdienst, 1. Dezember, 2013 United Lutheran Church, Manteca, CA

Deutsche Adventsfeier, 15. Dezember, 2013 Resurrection Lutheran Church, Oakland, CA

Lukas 2:9 und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie.

Wie Wird Dann die Stube Glänzen

Warum weiss ich nicht, aber als ich fűr diese Advents-Weihnachts Feier meine Predigt schreiben wollte, kamen mir wieder die Worte in den Sinn, „Wie wird dann die Stube glänzen.“ Ich hab zwar schon einmal davon gepredigt, aber es hat nichts geholfen. Wieder wollte ich diese Worte betrachten.

Die Worte kommen doch von einem wohl bekanntes Weihnachtslied:

1.Morgen, Kinder, wird’s was geben,

Morgen werden wir uns freu’n.

Welch ein Jubel, welch ein Leben

Wird in unserem Hause sein!

Einmal werden wir noch wach,

Heissa, dann ist Weihnachtstag!

2.Wie wird dann die Stube glänzen

Von dem grossen Lichterzahl.

Schőner als bei frohen Tänzen,

Ein geputzter Kronensaal.

Wisst ihr noch vom vor’gem Jahr

Wie’s am Heiligabend war.

Am Heiligabend war unsere Wohnstube fast verklärt. Wir hatten schimmerndes Lammetta am Weihnachtsbaum, mit siebzehn echten Kerzen, eine fűr jedes Familien-Mitglied, fűnfzehn fűr die Kinder und zwei fűr unsere Eltern. Wir konnten wohl singen, „Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen.“ Und dann lagen eine Menge Geschenke im Weihnachtszimmer herum. Wir haben die Weihnachtsgeschichte gehőrt mit Bibellesung und Gebet und wir haben Weihnachtslieder gesungen. Wenn ich mich an das glänzende Weihnachtszimmer errinere, muss ich an Verklärung denken – es kam mir vor wie ein wunderbares, heiliges Licht. Ein geweihtes, heiliges Leben war da in unserem Hause fűr eine geweihte und geliebte Welt. Das Christkind ist gekommen und im Christkind war Gott selbst anwesend und der Raum und die Zeit waren verklärt. Diese Verklärung kann sich durch Gläubige daher in die ganze Welt verbreiten, damit plőtzlich alle Welt und alle Menschen in einem neuen Lichte gesehen werden kőnnen, wie sie eigentlich von Gott so wunderlich geschaffen worden sind.

In der Weihnachtsgeschichte, fűr die Hirten „trat der Engel des Herrn zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie.“ Dabei sehen wir wieder, wie die Frohe Botschaft der Engel unsere Welt mit Himmlischen Licht verklärt.

So beten wir:

O Gott, du hast diese geweite Nacht im Glanz des wahren Lichtes scheinen lassen. Verleihe uns, dass wir dort im Himmel der Freude jenes Lichtes innewerden, dessen Geheimnisse du uns hier auf Erden offenbart hast. Durch unsern Herrn Jesus Christus der das wahrhaftige Licht [ist.][1]

Ich wűnsche so sehr, dass ich fähig wäre diesen Glanz fűr euch zu erläutern! Wir kőnnten auch beten: O Gott, du hast die Stube in dieser geweihten Nacht im Glanz des wahren Lichtes scheinen lassen. Dieser Glanz ist dann auch also eine leuchtende Freude innewerdend in uns.“ (Auch ein leuchtender Glaube, Gnade, Liebe, Trost und Wunder innewerdend in uns.) Der Glanz im Weihnachtszimmer kam, weil das Christkind, das Licht der Welt, mit dem himmlischen Glanz Gottes anwesend war.

Ach, nach diesem Glanz der Ewigkeit will ich jetzt etwas weiter forschen, und zwar durch die Weihnachtslieder im Evangelischen Gesangsbuch, denn ich habe fűr diese Predigt all diese Lieder durch gelesen.

In unsere dunkele Finsterniss ist das Licht der Welt gekommen.

Jochen Klepper singt,

Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern/ So sei nun Lob gesungen den hellen Morgenstern! Auch wer zu Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Das Christkind treibt die Finsterniss unserer Schwermut weg mit dem Licht der leuchtenden Freude und neu geborenem Trost.

In Luthers Liedern kommt das Christkind zu uns, so zum Beispiel bei „Vom Himmel Hoch da komm ich her,“ kann man an ein kleines Kind denken, das die Krippe anschaut und sich dann auf die Zehenspitzen stellt und in die Krippe hinein guckt.

Da findet ihr das Kind gelegt,

das alle Welt erhält und trägt.

So auch in dem Luthergesang „Gelobst Seist Du, Jesu Christ:“

Der alle Weltkreis nie beschloss,

der liegt in Marien Schoss.

Er ist ein Kindlein worden klein,

der alle Welt erhält allein. Kyrieleis.[2]

In der Schőpfung spricht Gott: „Es werde Licht und es ward Licht!“ Auf Hebräisch: Yehi Or, wa Yehi Or! Weil das Christkind gekommen ist, sieht man kein Tohu wa Bohu, sondern Gottes wundervolle Schőpfung. Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. „Fleisch“ in Hebräisch bedeutet „Mensch.“ Das Wort ward Mensch. Das Licht der Welt wurde Mensch und besinnt euch in welch einer lieblichen Art und Weise, als ein Kindlein, ein Baby in Marien Schoss. „Ach, mein herzliebes Jesulein,“ singt Luther.[3]

Und er singt weiter:

Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein/ es leucht’ wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Kinder macht. Kyreileis.[4]

So im Glanz Gottes könnten wir wohl singen: „Wie wird dann die Stube glänzen!“ Und auch, im Licht unseres Glaubens, wie wird dann diese Welt durch das Christkind glänzen! „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben!“

Luther spricht őfters von einem Gnadenhimmel űber allen Gläubigen. In einem Weihnachtslied wird das Christkind „die Gnadensonne“ genannt. Dieser Glanz ist dann halt also auch die leuchtende Gnade Gottes űber uns. Im Christkind ist Gottes Gnadensonne zu uns kommen, denn er ist das Licht in dem wir das Licht sehen, wie es im Psalm 36 steht. „Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht.“[5]

Wenn wir Raum in der Herberge unseres Herzens fűr das Baby Jesu haben, dann kőnnen wir mit Paul Gerhardt singen:

So lass mich doch dein Kriplein sein/ komm und lege bei mir ein/ und alle deine Freuden![6]

Welch ein Glanz also von leuchtender innewerdender Freude! Wenn wir seine Krippe sind, dann ist das Jesulein in uns geboren, und unsere Gnadensonne vertreibt unsere Sorgen, Sűnde, Angst und Pein, und in der Klarheit des Herrn, gibt uns unsere Gnadensonne Licht, Leben, Freud, und Wonne. Siehe welch Liebe Gott uns erweisst!

Das Christkind trägt uns unter dem Gnadenhimmel, wo wir auf-atmen, wenn wir die schőnen und warmen Strahlen unserer Gnadensonne innewerden. Und da kann unsere Schwermut und Trűbsal nicht Stand halten. In der tiefsten Nacht ist das Christkind unsere Sonnenschein,[7] denn in einem anderen Weihnachtslied heisst es: „und diese Welt- und  Himmels Licht weicht hundert tausend Sonnen nicht.“ Die ganze Strophe geht so:

Dies ist die Nacht, da mir erschienen des grossen Gottes Freundlichkeit/ das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und diese Welt- und  Himmels Licht weicht hundert tausend Sonnen nicht.[8]

Dann wird Jesu die schőne Weihnachtssonne genannt:

Drum Jesu, schőne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.[9]

Wie wird dann unsere Seele glänzen! Ja, wenn wir in seinem Lichte wandeln, wie werden dann unsere Augen glänzen! Wie werden dann die Kinder Gottes glänzen, wie wird dann diese ganze geweihte Welt glänzen? Ich konnte mich nur an den Glanz unseres Weihnachtzimmers errinern, aber jetzt merken wir schon, dass zuvor unserer Gnadensonne, unserer Weihnachtsonne, hundert tausend betrűbte Sonnen weichen műssen! Welch ein Morgenstern! Welch eine Sonne bringt uns Gott in diesem Kind fűr uns geboren, diesen Sohn uns gegeben! Und der heisst: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst fűr uns gekommen!

Die Welt is voll von Trűbsal, Schwermut, Sorgen, Sűnden, Angst und Pein, aber in diesem Christkind will Gott bei uns sein. Der Engel des Herrn trat zu den Hirten, aber er tritt auch zu uns mit der frohen Botschaft der Geburt des Jesulein in der Krippe liegend und in Windeln gewickelt. Die Klarheit, die verklärende Klarheit des Herrn leuchtet auch űber uns, und unsere Gnadensonne, unsere Weihnachtssonne ist auch fűr uns Licht, Leben, Freud und Wonne. Auch zu unserer Weihnachtszeit im Licht des Glaubens scheint der Glanz der Ewigkeit űber uns. Unsere Gnadensonne ist geboren. In dieser heiligen Nacht ist er aufgegangen. Nun bricht an der Gnadentag und in dessen Strahlen werden wir alle glänzen. Amen.


[1] Evangelisches Kirchen-Gesangbuch: ausgegeben fűr die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg, (Verlag Merseburger Berlin GmbH, 1. Advent, 1951), Seite 27.

[2] Ibid., Seite 15.

[3] Ibid., Seite 16.

[4] Ibid., Seite 15.

[5] Ps 36:10.

[6] Evangelisches Kirchen Gesangbuch, Seite 28.

[7] Ibid., Paul Gerhardt, Seite 28, die dritte Strophe.

[8] Ibid. Seite 32.

[9] Ibid.

German Christmas Songs by Heino and other Singers on Youtube (Weihnachts Lieder)

with one comment

I have Christmas Songs by Heino that I enjoy so much and this is only the first song of about fifteen. I wish I could find all the others on Youtube!

http://www.youtube.com/watch?v=iQQ5YXGE9O8

Heino brings a wonderful Christmas Special all about children and their enjoyment of snow. It seems to have been produced in the 70’s. “Kling-Gloeckschen-kling-a-ling-a-ling” and “Leise Rieselt der Schnee” are at the end of this wonderful video:

http://www.youtube.com/watch?v=Fg4Ju7vT0GI&feature=related

I’m still looking for his other Christmas songs.

Alle Jahre Wieder by a children’s choir

http://www.youtube.com/watch?v=zOuRLRszIcc&feature=related

Another chlidren’s choir singing Ihr Kinderlein Kommet

http://www.youtube.com/watch?v=Hrhbthg81Yo&feature=related

Here are some more songs, this time by Monika Martin, who sings them with children quite beautifully.

http://www.youtube.com/watch?v=0tjx_F9vyMg&feature=related

Nana Mouskouri singing O Tannenbaum

http://www.youtube.com/watch?v=2lhQ_hBT7lA&feature=related

and Leise Rieselt der Schnee

http://www.youtube.com/watch?v=6MajsSgDCBo&feature=related

also Silent Night with the words

http://www.youtube.com/watch?v=oUb8ySdERKs&feature=related

Someone had this recording of a German medley (Potpouri) of Christmas songs from 1938. The quality is pretty good. My father and mother sang the songs this way. He was born in 1897 and she was born in 1908.

http://www.youtube.com/watch?v=totCfty4XtU&feature=related

Heintje Singing Some German Carols, but I don’t understand the words of the first one. Is he singing in a dialect?

http://www.youtube.com/watch?v=xX_Jq6bRYe0&feature=more_related

This one is for Priscilla! Heidschi, Bumbeidschi,

http://www.youtube.com/watch?v=496QyjNE-Vo&feature=related

 

 

Written by peterkrey

December 2, 2010 at 8:52 pm