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Archive for the ‘Weihnachts Lieder’ Category

Wie Wird Dann die Stube Glänzen, Weihnachtspredigt von 2013

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Advents- und Weihnachtsgottesdienst, 1. Dezember, 2013 United Lutheran Church, Manteca, CA

Deutsche Adventsfeier, 15. Dezember, 2013 Resurrection Lutheran Church, Oakland, CA

Lukas 2:9 und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie.

Wie Wird Dann die Stube Glänzen

Warum weiss ich nicht, aber als ich fűr diese Advents-Weihnachts Feier meine Predigt schreiben wollte, kamen mir wieder die Worte in den Sinn, „Wie wird dann die Stube glänzen.“ Ich hab zwar schon einmal davon gepredigt, aber es hat nichts geholfen. Wieder wollte ich diese Worte betrachten.

Die Worte kommen doch von einem wohl bekanntes Weihnachtslied:

1.Morgen, Kinder, wird’s was geben,

Morgen werden wir uns freu’n.

Welch ein Jubel, welch ein Leben

Wird in unserem Hause sein!

Einmal werden wir noch wach,

Heissa, dann ist Weihnachtstag!

2.Wie wird dann die Stube glänzen

Von dem grossen Lichterzahl.

Schőner als bei frohen Tänzen,

Ein geputzter Kronensaal.

Wisst ihr noch vom vor’gem Jahr

Wie’s am Heiligabend war.

Am Heiligabend war unsere Wohnstube fast verklärt. Wir hatten schimmerndes Lammetta am Weihnachtsbaum, mit siebzehn echten Kerzen, eine fűr jedes Familien-Mitglied, fűnfzehn fűr die Kinder und zwei fűr unsere Eltern. Wir konnten wohl singen, „Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen.“ Und dann lagen eine Menge Geschenke im Weihnachtszimmer herum. Wir haben die Weihnachtsgeschichte gehőrt mit Bibellesung und Gebet und wir haben Weihnachtslieder gesungen. Wenn ich mich an das glänzende Weihnachtszimmer errinere, muss ich an Verklärung denken – es kam mir vor wie ein wunderbares, heiliges Licht. Ein geweihtes, heiliges Leben war da in unserem Hause fűr eine geweihte und geliebte Welt. Das Christkind ist gekommen und im Christkind war Gott selbst anwesend und der Raum und die Zeit waren verklärt. Diese Verklärung kann sich durch Gläubige daher in die ganze Welt verbreiten, damit plőtzlich alle Welt und alle Menschen in einem neuen Lichte gesehen werden kőnnen, wie sie eigentlich von Gott so wunderlich geschaffen worden sind.

In der Weihnachtsgeschichte, fűr die Hirten „trat der Engel des Herrn zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie.“ Dabei sehen wir wieder, wie die Frohe Botschaft der Engel unsere Welt mit Himmlischen Licht verklärt.

So beten wir:

O Gott, du hast diese geweite Nacht im Glanz des wahren Lichtes scheinen lassen. Verleihe uns, dass wir dort im Himmel der Freude jenes Lichtes innewerden, dessen Geheimnisse du uns hier auf Erden offenbart hast. Durch unsern Herrn Jesus Christus der das wahrhaftige Licht [ist.][1]

Ich wűnsche so sehr, dass ich fähig wäre diesen Glanz fűr euch zu erläutern! Wir kőnnten auch beten: O Gott, du hast die Stube in dieser geweihten Nacht im Glanz des wahren Lichtes scheinen lassen. Dieser Glanz ist dann auch also eine leuchtende Freude innewerdend in uns.“ (Auch ein leuchtender Glaube, Gnade, Liebe, Trost und Wunder innewerdend in uns.) Der Glanz im Weihnachtszimmer kam, weil das Christkind, das Licht der Welt, mit dem himmlischen Glanz Gottes anwesend war.

Ach, nach diesem Glanz der Ewigkeit will ich jetzt etwas weiter forschen, und zwar durch die Weihnachtslieder im Evangelischen Gesangsbuch, denn ich habe fűr diese Predigt all diese Lieder durch gelesen.

In unsere dunkele Finsterniss ist das Licht der Welt gekommen.

Jochen Klepper singt,

Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern/ So sei nun Lob gesungen den hellen Morgenstern! Auch wer zu Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Das Christkind treibt die Finsterniss unserer Schwermut weg mit dem Licht der leuchtenden Freude und neu geborenem Trost.

In Luthers Liedern kommt das Christkind zu uns, so zum Beispiel bei „Vom Himmel Hoch da komm ich her,“ kann man an ein kleines Kind denken, das die Krippe anschaut und sich dann auf die Zehenspitzen stellt und in die Krippe hinein guckt.

Da findet ihr das Kind gelegt,

das alle Welt erhält und trägt.

So auch in dem Luthergesang „Gelobst Seist Du, Jesu Christ:“

Der alle Weltkreis nie beschloss,

der liegt in Marien Schoss.

Er ist ein Kindlein worden klein,

der alle Welt erhält allein. Kyrieleis.[2]

In der Schőpfung spricht Gott: „Es werde Licht und es ward Licht!“ Auf Hebräisch: Yehi Or, wa Yehi Or! Weil das Christkind gekommen ist, sieht man kein Tohu wa Bohu, sondern Gottes wundervolle Schőpfung. Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. „Fleisch“ in Hebräisch bedeutet „Mensch.“ Das Wort ward Mensch. Das Licht der Welt wurde Mensch und besinnt euch in welch einer lieblichen Art und Weise, als ein Kindlein, ein Baby in Marien Schoss. „Ach, mein herzliebes Jesulein,“ singt Luther.[3]

Und er singt weiter:

Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein/ es leucht’ wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Kinder macht. Kyreileis.[4]

So im Glanz Gottes könnten wir wohl singen: „Wie wird dann die Stube glänzen!“ Und auch, im Licht unseres Glaubens, wie wird dann diese Welt durch das Christkind glänzen! „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben!“

Luther spricht őfters von einem Gnadenhimmel űber allen Gläubigen. In einem Weihnachtslied wird das Christkind „die Gnadensonne“ genannt. Dieser Glanz ist dann halt also auch die leuchtende Gnade Gottes űber uns. Im Christkind ist Gottes Gnadensonne zu uns kommen, denn er ist das Licht in dem wir das Licht sehen, wie es im Psalm 36 steht. „Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht.“[5]

Wenn wir Raum in der Herberge unseres Herzens fűr das Baby Jesu haben, dann kőnnen wir mit Paul Gerhardt singen:

So lass mich doch dein Kriplein sein/ komm und lege bei mir ein/ und alle deine Freuden![6]

Welch ein Glanz also von leuchtender innewerdender Freude! Wenn wir seine Krippe sind, dann ist das Jesulein in uns geboren, und unsere Gnadensonne vertreibt unsere Sorgen, Sűnde, Angst und Pein, und in der Klarheit des Herrn, gibt uns unsere Gnadensonne Licht, Leben, Freud, und Wonne. Siehe welch Liebe Gott uns erweisst!

Das Christkind trägt uns unter dem Gnadenhimmel, wo wir auf-atmen, wenn wir die schőnen und warmen Strahlen unserer Gnadensonne innewerden. Und da kann unsere Schwermut und Trűbsal nicht Stand halten. In der tiefsten Nacht ist das Christkind unsere Sonnenschein,[7] denn in einem anderen Weihnachtslied heisst es: „und diese Welt- und  Himmels Licht weicht hundert tausend Sonnen nicht.“ Die ganze Strophe geht so:

Dies ist die Nacht, da mir erschienen des grossen Gottes Freundlichkeit/ das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und diese Welt- und  Himmels Licht weicht hundert tausend Sonnen nicht.[8]

Dann wird Jesu die schőne Weihnachtssonne genannt:

Drum Jesu, schőne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.[9]

Wie wird dann unsere Seele glänzen! Ja, wenn wir in seinem Lichte wandeln, wie werden dann unsere Augen glänzen! Wie werden dann die Kinder Gottes glänzen, wie wird dann diese ganze geweihte Welt glänzen? Ich konnte mich nur an den Glanz unseres Weihnachtzimmers errinern, aber jetzt merken wir schon, dass zuvor unserer Gnadensonne, unserer Weihnachtsonne, hundert tausend betrűbte Sonnen weichen műssen! Welch ein Morgenstern! Welch eine Sonne bringt uns Gott in diesem Kind fűr uns geboren, diesen Sohn uns gegeben! Und der heisst: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst fűr uns gekommen!

Die Welt is voll von Trűbsal, Schwermut, Sorgen, Sűnden, Angst und Pein, aber in diesem Christkind will Gott bei uns sein. Der Engel des Herrn trat zu den Hirten, aber er tritt auch zu uns mit der frohen Botschaft der Geburt des Jesulein in der Krippe liegend und in Windeln gewickelt. Die Klarheit, die verklärende Klarheit des Herrn leuchtet auch űber uns, und unsere Gnadensonne, unsere Weihnachtssonne ist auch fűr uns Licht, Leben, Freud und Wonne. Auch zu unserer Weihnachtszeit im Licht des Glaubens scheint der Glanz der Ewigkeit űber uns. Unsere Gnadensonne ist geboren. In dieser heiligen Nacht ist er aufgegangen. Nun bricht an der Gnadentag und in dessen Strahlen werden wir alle glänzen. Amen.


[1] Evangelisches Kirchen-Gesangbuch: ausgegeben fűr die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg, (Verlag Merseburger Berlin GmbH, 1. Advent, 1951), Seite 27.

[2] Ibid., Seite 15.

[3] Ibid., Seite 16.

[4] Ibid., Seite 15.

[5] Ps 36:10.

[6] Evangelisches Kirchen Gesangbuch, Seite 28.

[7] Ibid., Paul Gerhardt, Seite 28, die dritte Strophe.

[8] Ibid. Seite 32.

[9] Ibid.

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How our Living Room Glistened and Glowed on Christmas Eve, Advent and Christmas Service at Manteca 12/1/2013 and Oakland, CA 12/15/2013

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Advent- and Christmas Service, 1.and 15. December, 2013

at United Lutheran Church in Manteca, CA

and in Resurrection Lutheran Church, Oakland, CA

How our Living Room Glistened and Glowed on Christmas Eve

Summary:

[Remembering how our living room glistened and glowed becoming transfigured on Christmas Eve still fills me with awe and wonder. The candles were all lit on the Christmas tree and the tinsel sparkled, glistened, and glowed and presents surrounded us all around in the room and under the tree. A verse in German Christmas song goes, “How our room will glisten and glow that night!” God was present as we celebrated the birth of the Christ-child and the way that room became transfigured, that Christmas glow can spread throughout the whole world. The people and the whole world can suddenly be seen in the wonder of that light. Like that Christmas room, the whole world can be seen in that wonder of the mystery of our being, the magic of our reality, in the goodness of God’s creation. That is the basic concept of this sermon and I go through all the Christmas songs and prayers in the German Hymnal to show how all the world lights up and becomes transfigured like our living room in the glistening grace and Christmas glow mentioned in those hymns.]

The Sermon: Even though I’ve preached about it before, I need to preach about how our living room became transfigured in such a special way on Christmas Eve. “O how our Christmas room will glisten!” is the line from a song.

   Children Waiting for Christmas

  (Morgen Kinder Wird’s was Geben)

 

1.Tomorrow, children, such elation!
Tomorrow is the day, oh girl, oh boy.
Jubilation, what a celebration!
Our house will be full of life and joy!
Just try to wait for goodness sake.

  And it’ll be Christmas Day when you awake.

2.  How our Christmas room will glisten,

Because of all the candle light aglow!
To the Yuletide story we’ll listen
About the birth of Jesus here below.
Do you remember anymore, Christmas Eve,
the way it was before?
[1]

On Christmas Eve our living room became transfigured. There was the shimmering tinsel on the Christmas tree, with seventeen candles, one for each family member: 15 for us children and two for my parents. We could really sing, “On the Christmas Tree, the Candles are burning.” Then there were the many presents surrounding us in the room as well as under the tree. We listened to the Christmas story, heard the scriptures read, said prayers, and sang Christmas carols. When I remember the glistening glow of the Christmas room, then I think about transfiguration; the room became changed in a wondrous, holy light. A sacred and holy life was there in our house for the sake of God’s sacred and beloved world. The Christ-child had come and in the baby, God was present and time and space was transfigured. This transfiguration can spread over the whole world through believers, so that suddenly the world and all the people in it can be seen in a new light, the way they and the whole world actually have been wonderfully created.

In the Christmas story, it says that “the angel of the Lord stood before the shepherds and the glory of the Lord shone all around them.”[2] With that we can again see how the Good News of the angels can transfigure this whole world with the light of Heaven, by making the glory of the Lord shine all round us. In our prayer it says,

O God, you have let this sacred night shine in the glow of the true Light. Permit us there in Heaven to take in the joys of that light, whose secrets you have revealed to us here on earth, through Jesus Christ our Lord, who is the true Light of the World.[3]

I wish I were capable of explaining what this glistening light means for us. We could also pray, “O God, on this sacred night you have let this Christmas room shine in the glow of the true light.” So this glow is also a joy that shines through us and inside us. (It can also be a shining faith, grace, love, comfort, and wonder shining from within us.) The glory in which the Christmas room shone came about because the Christ-child, the Light of the World, was present with some of the heavenly light of God.

I want to explore this glow of eternity, this light of eternity, somewhat further, by picking up the allusions to it in the songs of the Evangelical German Hymnal.[4] I read all the Christmas songs for this purpose.

Into our darkness has come the Light of the World. Jochen Klepper sings:

The night is spent and the day is not far off. So let us now sing our praise to the bright morning star. Those who cried during the night, just sing along. The morning star will also shine on your pain and sorrow.[5]

The Christ child drives away the darkness of our sadness with joyful light and new born consolation. In Luther’s songs, the Christ child comes to us in a special way. In “From Heaven Above to Earth I come,” one can think of a small child on tip-toes before the manger and with a shining face, looking into it at the baby Jesus.

Now in a manger-bed, in swaddling clothes,

[lies] the child, who all the earth upholds.[6]

And the Luther song, “We Praise You, Jesus that You’ve Come”:

Asleep in Mary’s lap has lain

one the world cannot contain.

Our God a little child so small

who nonetheless sustains us all. O Lord, have mercy.[7]

In the creation God speaks, “Let there be light and there was light.” In Hebrew it goes, Yehi Or va Yehi Or. (My father used to say that when he switched on a light in a room.) Because of the coming of the Christ child, one does not see Tohu va Bohu, (My mother used to say that when she looked into our rooms.) an expression, which means chaos in Hebrew, instead we see God’s wonderful creation.

The Word became flesh and dwelt among us and we beheld his glory, the glory of the Father’s only Son, full of grace and truth.[8]

“Flesh” in Hebrew mean “human being.” So the Word became a human being. The Light of the World became a human being and just think about in what a loving, gentle, and inviting way – as a child, a baby on Mary’s lap. “The Little Jesus, so dear to my heart” Luther sings:

The light eternal enters time,

giving this world a whole new shine.

It brightens up the darkest night

and makes us children of the light. Lord, have mercy.[9]

So in the shining glory of God, we can well sing, “How our Christmas room will glisten!” And also, in the light of our faith, how our whole world will glow and glisten because of the Christ-child. “Because unto us a child is born; unto us a child is given.”[10]

Luther often speaks about a Heaven of grace that is far greater than our sky and stretches out over all believers.[11] In the Christmas songs, the Christ-child is called a shining Sun Full of Grace. This shining glory is also the luminous grace of God over us. In the Christ-child, God’s Sun of Grace shines over us with the light in which we see light. As Psalm 36 says, “With you is the fountain of life and in your light we see light.”[12] If we say, “Come into my heart Lord Jesus. There is room in our hearts for you,” then we can sing with Paul Gerhardt,

Let me be your little cradle,

come and lay down in me, with all your resplendent joy.[13]

How we will glisten and glow when we receive the shining joy of the light of the Christ-child in us! And when we are his cradle, then Jesus becomes born in us, and his sun-shining grace drives away all our worry, sins, sorrows and pain; and the shining glory of the God gives us a Sun Full of Grace for light, life, joy, and bliss. See what love, beloved, our God has shown us!

The Christ-child carries us under the Heaven of Grace, where we can take a deep breath, and take in the radiant beams of our Sun of Grace shining down on us. Our sorrows, even should we be depressed, will lose their hold on us, as Paul Gerhardt sings:

I lay in the deepest night of death,

And you were my sun, shining on me

You brought me light, life, joy and bliss.[14]

While another Christmas song says, “A hundred thousand suns do not equal to the light of Heaven shining on this world.” This verse goes:

This is the night, in which God’s great friendship appeared, the child, whom all the angels serve, brings light into my darkness and this world- and heaven’s light will not be vanquished by a hundred thousand suns.”[15]

Then in the last verse, Jesus is named the Christmas Sun:

Therefore, O Jesus, beautiful Christmas Sun, shine your goodness upon me with your radiant beams of light. Let your light be my Christmas bliss and teach me the art and skill of Christmas: how I can walk in your light and glisten with the glow of Christmas.[16]

Yes, when we walk in that light, how our eyes will glisten! How the children of God will glow and glisten! Just like this whole sacred world will glow and glisten in holiness. I could only remember with awe our glowing and glistening Christmas room, but now we already have a glimpse of how the Christ-child, who is the Sun of Grace, the bright and shining Christmas Sun, can vanquish a hundred thousand shining earthly suns. What a morning star! What a Sun God brings to us in this child born for us, this Son unto us given. And he is called Wonderful Counselor, Mighty God, Everlasting Father, Prince of Peace.[17]

The world is full of sorrows, depression, worry, sin, terror and pain, but in this Christ child God has promised to be with us. The angel of the Lord stood before the shepherds and the angel also comes to us with the Good News of Great joy for all people about the birth of little Jesus, the Christ child, who is lying in a manger and wrapped in swaddling clothes. The transfiguring glory of the Lord shone all around them and also all around us and in the darkest night we have a shining Sun of Grace, a Christmas Sun to give us light and life, joy, and bliss. Even in this Christmas time, in the light of faith, the glistening glow of eternity will shine upon us, because our Son Full of Grace is born. In this holy night there breaks a day full of grace and in its radiant beams we will all glow and glisten with the Light of the World within. Amen.


[1] These are my mostly unrhymed translations. I worked on this one, however, translating it from the song we sang as children so that it is singable in English.

[2] Luke 2:9.

[3] From the German hymnal. Evangelisches Kirchen-Gesangbuch: ausgegeben fűr die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg, (Verlag Merseburger Berlin GmbH, 1. Advent, 1951), p. 27. For this hymnal I thank Irmentrud Bronsch.

[4] Ibid.

[5] Ibid., Hymn No. 14.

[6] Hymn No. 16 verse 5.

[7] Hymn No. 15 verse 3. My translation from Philip and Peter Krey, eds., Luther’s Spirituality, (New York: Paulist Press, 2007,), p. 250.

[8] John 1:14.

[9] Hymn No. 15 verse 4. Philip and Peter Krey, eds., Luther’s Spirituality, p. 250.

[10] Isaiah 9:6.

[11] Philip and Peter Krey, eds., Luther’s Spirituality, p. 138ff. Luther notes that under this heaven of grace believers are never shut out, because God’s steadfast love endures forever. Psalm 117.

[12] Ps 36:9.

[13] Hymn No. 28 verse 9.

[14] Ibid., verse 3. It continues: “O sun, who configured in me the valued light of faith, how beautiful your radiant beams.”

[15] Hymn No. 32 verse 1.

[16] Ibid. A translation note: In English calling Christ the “Christmas Sun” works pretty well, but not the “Grace Sun,” so I word it “Sun full of Grace” or “Sun of Grace.” Perhaps I should have used “Sun-shining Grace.” Like in Luther’s very meaningful Heaven of Grace, this Sun shines grace; we bask in its radiant beams of grace.

[17] Isaiah 9:6.

Written by peterkrey

December 14, 2013 at 12:43 pm

Worte deutscher Weihnachtslieder zu Manteca, 2011

with one comment

 

MACHT HOCH DIE TÜR

Macht hoch die Tür’, die Tor macht weit,

Es kommt der Herr der Herrlichkeit,

Ein König aller Königreich,  ein Heiland aller Welt zugleich,

Der Heil und Leben mit sich bringt,

Der halben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott,  mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert,

Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,

Sein Königskron ist Heiligkeit,  Sein Zepter ist Barmherzigkeit,

All’ uns’re Not zum End’ er bringt,

Der halben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott,  mein Heiland groß von Tat.

O wohl dem Land,  o wohl der Stadt,

So diesen König bei sich hat,

Wohl allen Herzen insgemein,  da dieser König ziehet ein,

Er ist die rechte Freudensonn’

Bringt mit sich lauter Freud und Wonn’

Gelobet sei mein Gott,  mein Tröster früh und spät.

ES IST EIN ROS’ ENTSPRUNGEN

Es ist ein Ros’ entsprungen,  aus einer Wurzel zart,

Wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art.

Und hat ein Blümlein bracht,  mitten im kalten  Winter

Wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein, das ich meine,  davon Jesaja sagt,

Hat uns gebracht alleine,  Marie, die reine Magd.

Aus Gottes ew’gem Rat,  hat sie ein Kind geboren,

Wohl zu der halben Nacht.

Das Blümelein, so kleine,  das duftet uns so süß,

Mit seinem hellen Scheine,  vertreibt die Finsternis.

Wahr’ Mensch und wahrer Gott,  hilft uns aus allem Leiden,

Rettet von Sünd und Tod.

 

VON HIMMEL HOCH

Von Himmel hoch da komm’ ich her,  Ich bring euch gute neue Mär,

Der guten Mär bring ich so viel,  davon ich sing’n und sagen will.

Euch ist ein Kindlein heut gebor’n, von einer Jungfrau auserkor’n,

Ein Kindelein so zart und fein,  das soll eur’ Freud’ und Wonne sein.

Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not,

Er will eur’ Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.

Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit’t,

Daß ihr mit uns im Himmelreich  sollt leben nun in Ewigkeit.

Ach mein herzliebes Jesulein,  mach dir ein rein sanft Bettelein,

Zu ruh’n in meines Herzens Schrein,  daß ich nimmer vergesse dein.

LOBT GOTT IHR CHRISTEN ALLE GLEICH

Lobt Gott ihr Christen alle gleich,  in seinem höchsten Thron,

Der heut’ schließt auf sein Himmelreich,

Und schenkt uns seinen Sohn,  und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß, und wird ein Kindlein klein,

Er liegt dort elend, nackt und bloß,

In einem Krippelein,   in einem Krippelein.

Er äußert sich all’ seiner G’walt, wird niedrig und gering,

Und nimmt an sich ein’s Knechts Gestalt,

Der Schöpfer aller Ding’,   der Schöpfer aller Ding’.

Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an,

Und gibt uns in sein’s Vaters Reich

Die klare Gottheit dran,  die klare Gottheit dran.

Er wird ein Knecht und ich ein Herr,   Das mag ein Wechsel sein!

Wie könnt’ es doch sein freundlicher,

Das Herze Jesulein,  das Herze Jesulein.

Heut schleußt er wieder auf die Tür,  zum schönen Paradeis,

Der Cherub steht nicht mehr dafür,

Gott sei Lob, Ehr’ und Preis,   Gott sei Lob, Ehr’ und Preis!

ALLE JAHRE WIEDER

Alle Jahre wieder,  kommt das Christus Kind

Auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen,  ein in jedes Haus,

Geht auf allen Wegen,   mit uns ein und aus.

Ist auch mir zur Seite,  still und unerkannt,

Daß es treu mich leite, an der lieben Hand.

 

AM WEIHNACHTSBAUM DIE LICHTER BRENNEN

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Wie glänzt er festlich, lieb und mild,

Als spräch’ er:  Wollt in mir erkennen

Getreuer Hoffnung stilles Bild.

Zwei Engel sind hereingetreten,

Kein Auge hat sie kommen seh’n,

Sie geh’n zum Weihnachtstisch und beten

Und kehren wieder sich und geh’n.

Gesegnet seid ihr alten Leute

Gesegnet seist du, kleine Schar.

Wir bringen Gottes Segen heute

Und kommen wieder, nächstes Jahr.

 

IHR KINDERLEIN KOMMET

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!

Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall

Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht

Der Vater im Himmel für Freude uns macht.

O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,

Seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl

In reinlichen Windeln das himmlische Kind,

Viel schöner und holder, als Engel es sind.

Da liegt es, Ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh,

Maria und Joseph betrachten es froh,

Die redlichen Hirten knien betend davor,

Hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

 

JOSEPH LIEBER, JOSEPH MEIN

[Frauen:]

Joseph, lieber Joseph mein,

hilf mir wieg’n mein Kindelein

Gott, der wird dein Lohner sein

im Himmelreich, der Jungfrau Sohn Maria.

[Männer:]

Gerne, lieb’ Maria mein,

helf ich wieg’n dein Kindelein,

daß Gott müss’ mein’n Lohner sein

im Himmelreich, der Jungfrau Sohn Maria.

[Alle:]

Heut’ soll alle Welt fürwahr

voller Freude kommen dar

zu dem, der vor Abrah’m war,

den uns gebar die reine Magd Maria.

 

KLING, GLÖCKCHEN, KLINGELINGELING

Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.

Lasst mich ein, ihr Kinder,     ‘s  ist so kalt der Winter,

Öffnet mir die Türen,   lasst mich nicht erfrieren!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.


Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.

Mädchen, hört, und Bübchen,    macht mir auf das Stübchen,

Bring’ euch viele Gaben,   sollt euch dran erlaben!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.

Hell erglühn die Kerzen,   Öffnet mir die Herzen,

Will drin wohnen fröhlich,  frommes Kind, wie selig.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,  kling, Glöckchen, kling.

 

KOMMET IHR HIRTEN

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau’n,

Kommet, das liebliche Kindlein zu schau’n!

Christus der Herr ist heute geboren,

den Gott zum Heiland euch hat erkoren.

Fürchtet euch nicht.

Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,

was uns verheissen der himmlische Schall!

Was wir dort finden, lasset uns künden,

lasset uns preisen in frommen Weisen!

Halleluja!

Wahrlich, die Engel verkündigen heut

Bethlehems Hirtenvolk gar grosse Freud!

Nun soll es werden Friede auf Erden,

den Menschen allen ein Wohlgefallen!

Ehre sei Gott!

LEISE RIESELT DER SCHNEE

Leise rieselt der Schnee,   Still und starr ruht der See,

Weihnachtlich glänzet der Wald,

Freue dich,  Christkind kommt bald.

In den Herzen wird’s warm,  Still schweigt Kummer und Harm,

Sorge des Lebens verhallt,

Freue dich,  Christkind kommt bald.

Bald ist heilige Nacht,   Chor der Engel erwacht,

Hört nur,  wie lieblich es schallt:

Freue dich, Christkind kommt bald.

O DU FRÖHLICHE

O du fröhliche, o du selige

Gnadenbringende Weihnachtszeit !

Welt ging verloren, Christ ist geboren,

Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige

Gnadenbringende Weihnachtszeit !

Christ ist erschienen, uns zu versühnen,

Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige

Gnadenbringende Weihnachtszeit !

Himmlische Heere jauchzen dir Ehre

Freue, freue dich, o Christenheit!

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
Morgen werden wir uns freu’n!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
Wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heisa, dann ist Weinachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
Ein geputzter Kronensaal!
Wißt ihr noch, wie voriges Jahr
Es am heil’gen Abend war?

Wißt ihr noch die Spiele, Bücher
Und das schöne Schaukelpferd,
Schöne Kleider, woll’ne Tücher,
Puppenstube, Puppenherd?
Morgen strahlt der Kerzen Schein,
Morgen werden wir uns freu’n.

 

O TANNENBAUM

O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter!

Du grünst nicht nur zur Sommerszeit,

Nein, auch im Winter, wenn es schneit,

O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen!

Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit

Ein Gruß von dir mich hoch erfreut

O Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren:

Die Hoffnung und Beständigkeit

Gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit,

O Tannenbaum, o Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren:

 

ßER DIE GLOCKEN NIE KLINGEN

Süßer die Glocken nie klingen,   Als zu der Weihnachtszeit,

S’ist, als ob Engelein singen,   Wieder von Frieden und Freud’

Wie sie gesungen in seliger Nacht,

Wie sie geklungen in seliger Nacht,

Glocken mit heiligem Klang,   Klingt auch die Erde entlang.

O wenn die Glocken erklingen,   Schnell sie das Christkindlein hört,

Tut sich vom Himmel dann schwingen,   Eilet hernieder zur Erd,’

Segnet den Vater, die Mutter, das Kind,

Segnet den Vater, die Mutter, das Kind,

Glocken mit heiligem Klang,   Klingt auch die Erde entlang.

Klinget mit lieblichem Schalle,   Über die Meere noch weit,

Daß sich erfreuen doch alle,   Seliger Weihnachtszeit,

Alle aufjauchzen mit einem Gesang,

Alle aufjauchzen mit einem Gesang,

Glocken mit heiligem Klang,   Klingt auch die Erde entlang.

 

STILL, STILL, STILL

Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will!

Maria tut es niedersingen,

und ihr treues Herz darbringen.

Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will!

Schlaf, schlaf, schlaf, mein liebes Kindlein schlaf!

Englein tun schön musizieren,

Bei dem Kripplein jubilieren.

Schlaf, schlaf, schlaf, mein liebes Kindlein schlaf!

Groß, groß, groß, die Lieb’ ist übergroß.

Gott hat den Himmelsthron verlassen

Und muß reisen auf den Straßen.

Groß, groß, groß, die Lieb’ ist übergroß.

Auf, auf, auf, ihr Adamskinder auf!

Fallet Jesum all zu Füßen,

Weil er für uns d’Sünd tut büßen!

Auf, auf, auf, ihr Adamskinder auf!

Wir, wir, wir, wir rufen all zu dir:

Tu uns des Himmels Reich aufschließen,

Wenn wir einmal sterben müssen.

Wir, wir, wir, wir rufen all zu dir:

Ruh’t, ruh’t, ruh’t, weil’s Kindlein schlafen tut.

Sankt Josef löscht das Lichtlein aus,

Die Englein schützen’s kleine Haus.

Ruh’t, ruh’t, ruh’t, weil’s Kindlein schlafen tut.

 

Ausklang: bei Kerzenlicht.

STILLE NACHT

Stille Nacht, heilige Nacht,

Alles schläft, einsam wacht

Nur das traute hochheilige Paar,

Holder Knabe im lockigen Haar

Schlaf in himmlischer Ruh,’

Schlaf in himmlischer Ruh.’

Stille Nacht, heilige Nacht,

Gottes Sohn, oh wie lacht

Lieb’ aus Deinem göttlichen Mund,

Da uns schlägt die rettende Stund’

Christ, in Deiner Geburt,

Christ, in Deiner Geburt.

Stille Nacht, heilige Nacht,

Hirten erst kundgemacht,

Durch der Engel Halleluja,

Tönt es laut von ferne und nah,’

Christ, der Retter ist da,

Christ der Retter ist da!

Written by peterkrey

November 28, 2011 at 9:38 pm

Weihnachtspredigt für Manteca 2003, German Christmas Sermon for Manteca 2003

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Deutscher Weihnachtsgottesdienst Predigt in Manteca

Ersten Advent, Nov.30, 2003

Lukas 2:1-20.  Pastor Peter D. S. Krey, PhD.

Wir versammeln uns noch einmal um das Wort Gottes zu hören, wie die Geschichte von der Geburt Jesus Christus immer neu zu erzählen ist. Manchmal bleibt’s nicht beim Wort, sondern am Heilig Abend gibt’s auch Weihnachtslieder, manchmal ein Krippenspiel, und festliche Musik die echt durch unsere Seele dringt.

Einmal bin ich auf der Wittenberg Universität in solch einen Heilig Abend Feier gewesen, wo im heiligen Glanz des Lichts der glühenden Kerzen, der Chor in einen Engel Chor sich verwandelt hat, der Himmel öffnete sich, und im Lichte der Kerzen rief der Engelschar, Gloria in Excelsis! Und die Klarheit des Herren leuchtete um uns, und wir haben halt selbst die Geschichte erlebt, die da geschehen ist, wie uns der Engelchor kundgetan hat. Daher hilft öftermals ein Krippenspiel, weil dadurch das Wort nicht im Himmel bleibt, sondern wieder auch weiter Fleisch unter uns wird, damit die frohe Botschaft sich in unseren Herzen hinein dringt für unsere neue Zuversicht und frishe Hoffnung im Glauben.

Ja, es gibt Hirten in dieser Gegend, die hüten des Nachts ihre Herden. Manteca ist solch eine Gegend, und diese Gemeinde ist solch eine Herde, und die Engeln offenbaren die Frohe Botschaft den Hirten, die sie dann der Gemeinde offenbaren, hier wiederum auf Deutsch. Auf Deutsch, nicht wegen der Nostalgie oder Heimweh, sondern in der deutschen Muttersprache damit diese Liebe und frohe Botschaft von Gott in unser innersten Herzen ankommt. Dann bekommen wir frischer Glaube und neue Hoffnung auch hier in Californien.

Wenn wir dann weiter als das Wort gehen und die deutschen Weihnachtsliedern betrachten, erfindet sich dass Martin Luther die ersten drei Lieder des Evangelischen Kirchengesangbuches selbst gedichtet und componiert hat! Er meinte dass wenn wir diese Geschichte der Geburt Gottes echt betrachteten, dann verschmälzen wir innerlich in der Freude Gottes. Daher schrieb Luther:

Gelobet seist Du Jesus Christ,

dass du Mensch geworden bist

von einer Jungfrau, das ist wahr,

des freuen sich die Engelschar, Kyrieleis!

Und wieter!

Vom Himmel kam die Engelschar,

erschien den Hirten offenbar

sie sagten ihn ein Kindlein zart,

das liegt dort in der Krippen hart.

Und natürlich gibt es auch: “Von Himmel Hoch da komm ich her!” Das Lied stellt eigentlich ein Luther Weihnachtskrippenspiel dar.

Wenn wir Luthers Krippenlied suchen, “Away in the Manger,” dann suchen wir vergeblich, denn er hat es nicht, sondern jemand in Pennsylvanien hat es in seinem Namen gedichtet, und zwar für Luthers 400. Geburtstag in 1883. Aber es ist gans in Luthers sinn verfasst: so schlicht und einfach, so zart und intim, so vertraut und voller Liebe wie seine Lieder es sind.

Zum Beispiel, singt Luther:

Jesu, Jesu

dein sein, aber O ewig

Liebe mich, als wie ich dich

mehr begehre ich nicht.

Das erinnert an dem Psalmist: “wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erden.” (Psalm 73:25)

In der deutschen Sprache können wir uns mit Luther verschmälzen und uns in dem Christkindlein verlieben und welch eine dufften Versöhnung mit Gott! Als ich in Deutschland war, haben wir immer “Duffte, duffte!” gesagt. Eine Holländerin sagte immer “Prachte, prachte!” Diese Versöhnung mit dem HerzJesulein Gottes ist echt  “Prachte, prachte!”

Der almächtiger Gott, den diese ganze Welt nicht fassen kann, ist zu uns kommen in einer armen Krippelein. Und wir dürfen das göttliche Kind beherzen und auch betrachten an der Brust der lieben Jungfrau Maria. Und die ganze Welt wird gesättigt mit diesem Kindlein an der Brust Marias, meint der Luther. Wie kann man solch grossartiges fassen? All unser Herzenshunger, all unser Seelendurst, der Hunger der Welt wird so gesättigt. Hallelujah!

Gott ist Mensch geworden um mit uns zu leiden und um alles was uns betrübt mitzutragen, nicht nur solch eine armseligen Geburt in Bethlehem, sondern auch für uns zu sterben am Stam des Kreuzes. Aber gestärkt in dieser unbeschreiblichen Freude, sagt Luther:

das Christen Herz auf Rosen geht,

wenn’s mitten unterm Kreuze steht. (WA 35:585)

Aber hier zu Weihnachten dürfen wir den Schöpfer aller Ding beherzen wie ein neugeborenes Kind. Ja, das Christkind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Welch eine heiligen Zeit, mit so viel Zuversicht und Freude vertraut, weil wir zu Gott kommen können in dem wir das Jesukindlein an seiner Mutterbrust betrachten und in dieser lieblichen Versöhnung auch gesättigt werden!

Ich glaub dass der Luther auch “Joseph, lieber Joseph mein” gedichtet und componiert hat! Auf jedem Fall hat er’s auch in seinem Krippenspiel “Vom Himmel Hoch da Komm ich her” verwendet.

Versetzen wir uns jetzt in Luther’s Krippenspiel: Maria und Joseph sitzen vorne in der Kirche und wiegen die Krippelein und Maria singt:

Joseph, lieber Joseph mein

hilf mir wiegen mein Kindelein

Gott der wird dein Lohner sein

im Himmelreich, der Jungfrauen Sohn Maria.

Und dann singt Joseph:

Gerne lieb Maria mein

helf ich wiegen dein Kindelein

dass Gott muss mein Lohner sein

im Himmelreich, der Jungfrauen Sohn Maria. (WA 35:258)

Und die frohe Botschaft in diesem Wiegenlied, in diesem Kinderlied, bringt Versöhnung in einer echten überraschenden Art und Weise: Gott das Kindlein in der Krippe, im Himmelreich, Gott Jungfrauen Sohn Marias sitzend zur rechten Gott des almächtigen Vaters. Was für ein Lohn kann uns der Schöpfer aller Ding aus seinem Himmelreich bescherren? Antwort:

Jesu, Jesu

dein sein, aber O ewig

Liebe mich, als wie ich dich

mehr begehre ich nicht.

Denn jetzt versöhnen wir uns mit ihm und – betrachten ihn froh als er da liegt – auf Heu und auf Stroh – und von uns als ein Baby beherzt wird.

Welch eine Freude muss es für Luther gewesen sein, ein Krippenspiel wie “Vom Himmel Hoch” herzustellen! Da sind Kinder. Sie sind alle aufgereizt. Der der den Engel spielt muss vorne dran. “Shshshsh, ruhig sein!” Maria und Joseph singen das Wiegen Lied. Shushushu.

Shusanni, shusanni, shusanni.

Das Kosenamen “Ninni” worde das Kindlein gegeben. Shusanni, shusanni, shusanni. Joseph lieber Joseph mein!

Dann singt der Engel mit heller Stimme:

“Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär”

So singen die Engel zu den Hirten:

Dann im fünften Vers müssen die Kinder aufpassen für ihren Zeichen hereinzukommen:

“So merket nun das Zeichen recht!”

fängt die Strophe an. So jetzt können die Kinder zur Krippe wo Joseph und Maria und die Engel schon singen. Und nun singen die Kinder mit:

“Lasst uns fröhlich sein und mit den Hirten gehen hinein.”

Und als die Kinder zur Krippe kommen gucken sie in die Krippe hinein und bewundern das Christkindlein. Und Luther meint das wir auch mit den Kindern in die Krippe gucken dürfen, und wie die Kinder das Christkindlein bewundern:

Merk auf mein Herz und seh dorthin

was liegt dort im Krippelein?

Wes ist das schöne Kindelein?

Es ist das liebe Jesulein.

Sei mir willkommen edler Gast

den Sünder nicht verschmähet hast

und kommt in Elend her zu mir

wie soll ich immer danken dir?

Ach Herr du Schöpfer aller Ding

wie bist du worden so gering?

 

Dass du da liegst auf durren Gras

davon ein Rind und Esel ass!

Und wär die Welt viel mal so weit

von Edelstein und Gold bereit

so wär sie doch viel zu klein

zu sein ein enges Wiegelein.

Und jetzt singen die Engel und Hirten, die Kinder und die Ganze Gemeinde zusammen. Und auch wie die Kinder, Engel, Hirten, beschauen und bewundern wir das Kind in der Krippe liegend. Was für ein freundlicher Gott! Das liebe Kindlein in der Krippe kann uns wieder versöhnen, so bitter unsere Herzen sein mögen, so verletzt, so tragisch vielleicht wie wir uns herumschleppen im Leben. Wir haben diese frohe Botschaft. Wir dürfen nicht verrissene, zerbissene Wölfe sein, sondern Schäflein vom Lamm Gottes, wie die Kinder im Krippenspiel, wie Kinder Gottes. Denn das Christkind ist das Lämmlein Gottes.

Da haben wir die frohe Botschaft und wir können auch wie die Kinder in die Krippe gucken und mit glänzenden Augen das Christkindlein bewundern. Und Luther sagt: Merk auf mein Hertz! Dort ist unser Leben, unsere Zuflucht für und für. Mit Luther können wir sagen:

Jesu, Jesu

dein sein, aber O ewig

Liebe mich, als wie ich dich

mehr begehre ich nicht.

Auf englisch:

Jesus loves me this I know! Amen.

Pastor Peter Krey for United Lutheran Church Manteca, California.

Written by peterkrey

December 19, 2010 at 9:30 pm

German Christmas Songs by Heino and other Singers on Youtube (Weihnachts Lieder)

with one comment

I have Christmas Songs by Heino that I enjoy so much and this is only the first song of about fifteen. I wish I could find all the others on Youtube!

http://www.youtube.com/watch?v=iQQ5YXGE9O8

Heino brings a wonderful Christmas Special all about children and their enjoyment of snow. It seems to have been produced in the 70’s. “Kling-Gloeckschen-kling-a-ling-a-ling” and “Leise Rieselt der Schnee” are at the end of this wonderful video:

http://www.youtube.com/watch?v=Fg4Ju7vT0GI&feature=related

I’m still looking for his other Christmas songs.

Alle Jahre Wieder by a children’s choir

http://www.youtube.com/watch?v=zOuRLRszIcc&feature=related

Another chlidren’s choir singing Ihr Kinderlein Kommet

http://www.youtube.com/watch?v=Hrhbthg81Yo&feature=related

Here are some more songs, this time by Monika Martin, who sings them with children quite beautifully.

http://www.youtube.com/watch?v=0tjx_F9vyMg&feature=related

Nana Mouskouri singing O Tannenbaum

http://www.youtube.com/watch?v=2lhQ_hBT7lA&feature=related

and Leise Rieselt der Schnee

http://www.youtube.com/watch?v=6MajsSgDCBo&feature=related

also Silent Night with the words

http://www.youtube.com/watch?v=oUb8ySdERKs&feature=related

Someone had this recording of a German medley (Potpouri) of Christmas songs from 1938. The quality is pretty good. My father and mother sang the songs this way. He was born in 1897 and she was born in 1908.

http://www.youtube.com/watch?v=totCfty4XtU&feature=related

Heintje Singing Some German Carols, but I don’t understand the words of the first one. Is he singing in a dialect?

http://www.youtube.com/watch?v=xX_Jq6bRYe0&feature=more_related

This one is for Priscilla! Heidschi, Bumbeidschi,

http://www.youtube.com/watch?v=496QyjNE-Vo&feature=related

 

 

Written by peterkrey

December 2, 2010 at 8:52 pm